Sovana – Museumsdorf in der Südtoskana

Sovana ist in Italien 125 Einwohnern das kleinste Museumsdorf. Alle Häuser sind aus braunrotem Tuffstein gebaut. Früher war es der Hauptsitz der Adelsfamilie der Aldobrandeschi, welche große Teile der Südtoskana und Teile des nördlichen Latium besaßen.
Die sorgfältig restaurierten Ziegelbauten des 125 Seelen Ortes reihen sich an einer langgezogenen Strasse auf. Das warme rotbraun findet sich im endlosen Zickzack – Ornament des Straßenbelags wieder. Natürlich ist Sovana für die etruskischen Grabmäler in Italien berühmt. Diese etruskischen Grabmäler reichen teilweise bis auf das Jahr 700. v. Chr. zurück. Man kann hier in der Umgebung von Sovana einige tief in den Tuff eingehauene etruskische Grabmäler besichtigen. Zwar sind diese nicht ausgeschildert, jedoch kann man diese Grabmäler problemlos zu Fuß erreichen.


Der archäologische Park dieser Gegend steht seit 2001 unter der Führung der Organisation Arethusa. Die Grabstätte Tomba Ildebranda, welches nach Hildebrand, dem späteren Papst Gregor VII, benannte Grab ist das spektakulärste seiner Art.
Es ist schon verwunderlich, dass man in so einem kleinen Museumsdorf eine Kirche vorfindet. Es handelt sich hierbei um eine schlichte, quadratische, romanische Kirche mit üppigen Renaissancefresken und einem fantastischen Baldachin aus weißem Marmor über dem Altar zu sehen, welcher aus dem 9. Jh. stammt.
Natürlich ist diese Gegend für die tiefen, schmalen Fußwege, die von den Etruskern in den Fels gegraben wurden. Man nennt diese Fußwege vie cave. Bis heute weiß man nicht, ob es Straßen für Viehtreiber oder ob es sich um Gänge für religiöse Zeremonien vielleicht auch um Wege, um sich bei Angriffen sicher bewegen zu können, handelt.
Man kann hier teilweise abenteuerliche Wanderungen erleben.

Weitere interessante Italien-Artikel:

Schreibe einen Kommentar