Die Karthause von Padula – Cliento Nationalpark

Wenn man sich auf den Weg nach Kalabrien befindet, dann sollte man unbedingt eine Abstecher zum größten Klosterbau von ganz Italien machen. Der Monumentalbau von den Kartäusern liegt leicht abseits von der Hügelstadt Padula. Das Vorbild für die in Form eines großen Rechteck und Quadrat angelegte Kartause des heiligen Laurentius, ist das spanische Königskloster El Escorial.
Die Grundfläche von 52 000qm und seinen 320 Räumen, erinnern eher an eine große Fürstenresidenz, als wie an ein Kloster. Am Anfang des 14. Jahrhundert wurde der Baubeginn vom Bauherrn Graf Tommaso di San Severino aufgenommen und im laufe von einigen Jahrhunderten zahlreiche An – wie auch Umbauten vorgenommen. Gerade wegen dieser Umbauten wurde das Kloster vom barocker Stil geprägt. Legendär war auch der komfortable Lebensstil der Mönche und man sagt, dass diese dem Kaiser Karl V, nach seinem Sieg über die Türken, ein Omelett mit 1000 Eiern serviert haben sollen.


Im hinteren Bereich des Klosters liegt der Chiostro Grande , mit 12 000qm Bodenfläche und den Abmessungen von 149 x 104m. Der Chiostre Grande ist der größte Kreuzgang der Welt und würde man diesen mit Menschen füllen, dann hätten hier 60 000 Menschen Platz.
Natürlich darf man auch die beeindruckende und mächtige zweigeteilte Freitreppe am Ende des Baus nicht vergessen. Diese Treppe aus Marmor, welche sich über zwei Stockwerke zieht, ist auch ein schöner Glanzpunkt des Klosters. Der riesige Klosterpark, geprägt von großen Pinien, lädt geradezu zu einem Picknick ein. Es dürfte sich hierbei um das schönste Kloster in Italien handeln und ist deswegen auch sehr sehenswert.

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