Der schiefe Turm von Pisa
Dienstag, 8. April 2008 | Autor: admin
Der schiefe Turm von Pisa ist sicherlich einer der berühmtesten Türme der Welt – wenn nicht sogar der Berühmteste. Seine spektakuläre Schieflage macht diesen so berühmt.
Im Jahr 1173 begann der Architekt Benanno Pisano mit dem Bau des Turmes. Der Turm zeigte gleich von Anfang an seine Schieflage, was daran lag, dass der Turm, wie auch der grösste Teil der Stadt auf Schwemmland gebaut wurde.
Trotz Hohn und Gelächter aus den reichen umliegenden Städten arbeitete man mit viel Energie und Verbissenheit an diesem Vorhaben weiter. Es gab insgesamt drei Bauabschnitte, welche sich über fast 2 Jahrhunderte hinzogen.
Der erste Bauabschnitt wurde nur bis zum dritten Stockwerk vollzogen, denn durch die bedrohliche Schieflage stoppte man den Bau. Nun versuchte man dabei den Schwerpunkt zu verlagern, indem man die neuen Stockwerke in die Gegenrichtung versetzte. Doch auch dieser Versuch schlug fehl, da der Boden weiter nachgab.
Der Glockenturm wurde im dritten Bauabschnitt rund 80 Jahre später erneut in Angriff genommen. Dabei versuchte man alles, um den Turm in eine bessere Lage zu bringen, weswegen er letztlich um eine Etage angehoben wurde.
Im laufe der Jahrhunderte neigte sich der Turm um jährlich 0,7 Millimeter bis die Neigung 1991 4,54 m betrug. Bei diesem Fortgang würde der Turm in rund 200 Jahren umstürzen, wie es Wissenschaftler errechnet hatten. In spektakulärer, wie aber auch ebenso sehr aufwendiger Restaurierung, konnte man den Turm stabilisieren, indem man Boden abgetrug , wie auch Wasser absaugte und zur gleichen Zeit Stickstoff hinzugab. So konnte man den Turm mit Hilfe von riesigen Stahlseilen stützen und sogar den Neigungswinkel um ca. 44 cm verkürzen.
Seit 2001 kann man den schiefen Turm in Italien wieder besichtigen, jedoch dürfen höchstens 30 Personen unter Aufsicht zweier Führer den Turm für maximal 40 Minuten bis zur Spitze in 60 m Höhe besteigen

