Der Reschensee und das Reschengebiet
Donnerstag, 27. März 2008 | Autor: admin
Das Reschengebiet ist wohl allein schon für seinen gleichnamigen Stausee bekannt. Jeder, der nach Südtirol fährt, kommt automatisch am Reschensee vorbei.
Wo sich heute einer des längsten Seen Südtirols befindet, stand früher eine Stadt. Bis 1949 waren hier Wiesen, Felder und Bauernhöfe vorzufinden und das alte Dorf Graun. Die Stadt wurde in einer einzigartigen Aktion einfach umgesiedelt und als man die Schleusen öffnete, blieb den Bauern nicht einmal mehr die Zeit um ihre Ernte einzufahren.
Im Sommer dann war der Stausee komplett angestaut und das Wahrzeichen des Sees ist der Kirchturm. Man sprengte damals die Häuser und auch die Kirche, doch der Turm blieb verschont da sich das Landesdenkmalamt stark dafür eingesetzt hatte. Man dachte auch daran, denn Friedhof zu verlegen und die Toten zu exhumieren, um den neuen Friedhof an einer höheren Stelle neu anzulegen. Dies stöhrte viele Bewohner der früheren Stadt und es kam zu Protesten gegen diesen Bau.
Der Reschensee ist heute ein herrliches Paradies für viele Wassersportfreunde jedoch kein Badesee.
Diese bietet sich ideal für Surfer und Parasurfer an und wenn diese Flotten an Surfer am Ufer entlang rasen, schaut keiner mehr zu den Bergen hinauf.
Der Reschenpass ist auch ein sehr gutes Skigebiet und bietet unzählige schöne Abfahrten an. Im Sommer kann man hier herrlich wandern gehen, jedoch ist der See zu kalt zum baden, da man sich auf knapp 1500m Höhe befindet.
Auch eine Schifffahrt über den See ist eine gute Idee wobei man dabei viel von der Geschichte der Stadt Graun hören kann.

