Abruzzen und Molise

In den Regionen Abruzzen und Molise liegen drei Nationalparks, die 3 350 km2 des Apennin umfassen. Man kann hier sogar Wölfe und Bären in freier Natur beobachten. Beide Regionen gehören zu den ärmeren in Italien.
Dies bedeutet aber nicht, dass es in dieser Region keinen Tourismus gebe. Rund 200 Millionen Besucher zieht es jedes Jahr in die Region wovon sich der Großteil an der Adria tummelt. Das Inland ist dünn besiedelt und besitzt einige der großartigsten Bergszenerien in Italien.
Der Gran Sasso d`Italia ist mit 2912 m das höchste Massiv des gesamten Apennin. Die Hauptstadt der Region Abruzzen ist L´Aquila. Die Region wird immer wieder durch Erdbeben erschüttert, welche 1915 am stärksten waren. Bei diesen schweren Erschütterungen starben damals sogar 30 000 Menschen.
Die Abruzzen – Küche ist eine schlichte Hirten- und Fischer-Küche. In den Bergen wird außerdem viel Lamm- und Ziegenfleisch zum kochen verwendet. Zwar werden in den Abruzzen nur einfache Landweine produziert, jedoch besitzen diese einen Guten Ruf.
Viele Städte haben sich ein mittelalterliches Aussehen bewart und deshalb eine Besuch lohnenswert. In den Bergen findet man viele Burgen, manchmal auch abgelegene verlassene Dörfer. Diese strahlen teilweise einen geradezu düsteren Charme aus und wären somit perfekte Schauplätze für Gruselgeschichten.


Tatsächlich waren die Abruzzen früher berühmt für ihre Hexen, Zauberer und Schlangenbeschwörer. Bis heute spielen Schlangen eine große Rolle bei einem bizarren Fest, welches all jährlich im Bergdorf Cocullo statt findet. Diese Bewohner feiern am ersten Donnerstag im Mai das Fest des San Domenico indem sie die Statue des heiligen mit Juwelen, Banknoten und lebendigen Schlangen schmücken. Diese Statue wird von furchtlosen Trägern, welche ebenfalls von Schlangen umringelt sind, durch das Dorf getragen.
Dieses seltsame Festival ist in Italien einzigartig.

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